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Südtirol Hosts
Eine Holzbank auf einer blühenden Wiese mit Blick auf ein weites Tal und die umliegenden Berge.
Gschichten aus ganz Südtirol
Wie gut kennt ihr euch in Südtirol aus? Wisst ihr über die Traditionen, Gerichte und Geschichten der einzelnen Regionen Bescheid? Wenn ihr jetzt neugierig den Kopf schüttelt, seid ihr auf dieser Seite goldrichtig. In diesem Blog teilen wir die einprägsamsten Erlebnisse, Veranstaltungen und Besonderheiten unseres schönen Landls mit euch. Die schönsten Spots zum Sonnenuntergang-Watching. Die besten Rezepte pro Region (Kalorien zählen nicht erlaubt!). die faszinierendsten Unternehmungen. Und noch viel, viel mehr. Kommt mit auf eine virtuelle Reise durch Südtirol!
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Was macht beim Backen „tschuuuuuuu“ und beim Rausnehmen aus dem Ofen „tschschschsch“? Na, der „Tschutsch" – ein typisches Gericht der Überetscher und Unterlandler Küche. Hier erfahrt ihr mehr dazu.

Das (fast) vergessene Ofengericht aus Südtirols Süden

„Tschutsch“ ist ein fast in Vergessenheit geratenes, bäuerliches Ofengericht, das – mal süß, mal salzig – von Zeiten erzählt, in denen man aus einfachsten Zutaten Nahrhaftes für viele hungrige Mäuler auf den Tisch zaubern musste.
Mit reichlich Augenmaß und einem ordentlich angeheizten Holzherd oder Backofen entsteht hier aus einigen geheimen (und nach diesem Beitrag nicht mehr so geheimen) Zutaten ein Gericht, das nicht nur im Ofen, sondern auch im FeinschmeckerInnen-Herz so richtig aufgeht. Der Basisteig liegt von der Konsistenz her genau zwischen einem Pfannkuchen- und einem Spätzleteig. Tschutsch gibt es in verschiedenen Variationen, mit Spinat, Erdäpfeln, Reis oder süß mit Äpfeln.

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Ein Rezept zum Aufgehen

Von meiner Tschutschbegeisterung lasst ihr euch am besten beim Selberbacken anstecken:

Zutaten für einen Erdäpfel-Tschutsch vier Personen:

Für den Teig:

ca. 500 g Weizenmehl
ca. 600 ml Vollmilch
2 Eier
etwas Salz

Auflaufform
Sonnenblumenöl oder anderes erhitzbares Öl

Für die Füllung:

200 g angebratene Speckwürfel (alternativ kleingehackten, angebratenen Lauch verwenden)
etwas Olivenöl zum Anbraten
ca. 1 kg rohe, geraspelte Kartoffeln
Muskat, Salz und Pfeffer


Zubereitung:

Weizenmehl, Milch und Eier zu einem glatten Teig verrühren und mit Salz würzen.
Kartoffeln schälen und raspeln. Flüssigkeit aus den Kartoffelraspeln drücken. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Angebratene Speck-oder Lauchwürfel unter die Kartoffeln mischen. Wahlweise kann die Kartoffelmenge erhöht, die Milchmenge reduziert und etwas Mehl löffelweise als Bindemittel hinzugefügt werden. Der Tschutsch erinnert dann ein bisschen an Kartoffelpuffer.

Backofen auf 180° C vorheizen (Umluft). Auflaufform großzügig mit erhitzbarem Öl einfetten (auch an den Rändern) und für einige Minuten in den Backofen stellen. Die Kartoffeln gleichmäßig unter den Teig mischen. Falls der Teig jetzt zu flüssig wirkt, noch etwas Mehl dazugeben. Er sollte weniger flüssig als ein Pfannkuchenteig und weniger fest als ein Spätzleteig sein. Das Gemisch nun in die heiße Form gießen.
Der Tschutsch bleibt so lange im Ofen, bis er sich aufbläht und goldbraun gebacken ist (50–60 Minuten). Der Stäbchentest ist übrigens auch beim Tschutsch ein verlässliches Helferlein.

Kleiner Tipp von den TschutschexpertInnen aus Südtirols Süden: Mit Bohnen-, Rohnen- oder Tomatensalat schmeckts umso besser! Den jeweiligen Salat einfach samt Salatdressing neben oder direkt auf dem Tschutsch servieren.

Guten Appetit!

Es grüßt euch einfach herzlich, eure Sabine

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