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Südtirol Hosts
Eine Holzbank auf einer blühenden Wiese mit Blick auf ein weites Tal und die umliegenden Berge.
Gschichten aus ganz Südtirol
Wie gut kennt ihr euch in Südtirol aus? Wisst ihr über die Traditionen, Gerichte und Geschichten der einzelnen Regionen Bescheid? Wenn ihr jetzt neugierig den Kopf schüttelt, seid ihr auf dieser Seite goldrichtig. In diesem Blog teilen wir die einprägsamsten Erlebnisse, Veranstaltungen und Besonderheiten unseres schönen Landls mit euch. Die schönsten Spots zum Sonnenuntergang-Watching. Die besten Rezepte pro Region (Kalorien zählen nicht erlaubt!). die faszinierendsten Unternehmungen. Und noch viel, viel mehr. Kommt mit auf eine virtuelle Reise durch Südtirol!
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Tipps für die erste Tageshälfte

Gesäumt von grünen Hügeln, auf denen sich die Trauben sonnen, flankiert von den mächtigen Bergriesen der Dolomiten und der Sarntaler Alpen, liegt sie da, die Stadt der Kontraste, die Stadt in den Bergen, das Tor zum Süden, das man nicht einfach so passieren sollte, sondern sich ganz bewusst einlassen sollte, um zu erleben, wie harmonisch Gegensätze sein können. Mindestens für einen Tag. Ja, für 24 Stunden. Sprunghaftes Bozen. Noch am Berg, schon im Stadtzentrum. Am Nebentisch ungeschliffener Dialekt, zur Linken italienische Diskussion. Geschichte in Form von Architektur, von (be)rauschenden Festen, von uralten Bräuchen neben einer jungen, kreativen Szene, in Form von all dem, was hier seinen Weg von den Höfen und Hängen der Umgebung in die Teller findet. Hier, wo der Norden und der Süden sich oft necken, meistens aber lieben, wo Berggefühl und Stadtkultur einen schwungvollen Reigen tanzen, ist man mittendrin, in der Landeshauptstadt der Südtiroler.

Ein Morgen ‚all’italiana‘

So ein italienisches Frühstück fällt mit Cappuccino oder - noch reduzierter - einem ‚Schwarzen‘ und einem raschen Brioche typisch spärlich aus, dafür bleibt umso mehr Zeit, um sich einzulesen, in die klassischen Tagblätter der Südtiroler. Derjenige, der des Italienischen mächtig ist, darf sich dann dasselbe Thema gleich aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beleuchten lassen. In den Cafés am Waltherplatz, dort, wo auch die Bozner Reichen und Schönen sich allmorgendlich versammeln, werden in Form von FAZ, Times oder der Süddeutschen auch die Nachrichten von außerhalb der Landesgrenzen an die Frühstückstische herangetragen. Ein Glas ‚Bozner Wasser’ im Stadtcafé oder Frühstück mit etwas Frischgepresstem im bunt quirligen Exil nebenan, geben den richtigen Kick für einen erlebnisreichen Tag.

Streifzug Kultur

Der Bozner Dom hebt sich von einer Kulisse aus Berggrün und Himmelsblau ab. Alles scheint nach oben zu streben, imposant und doch filigran. Er zieht alle Blicke auf sich. So auch jene des zarten Walthers, dem Namensgeber des beliebten Platzes, auf dem auch Bozens bekannteste Veranstaltungen vom Speckfest bis hin zum Christkindlmarkt stattfinden. Der Minnesänger scheint sie regelrecht zu fixieren, Bozens berühmteste Kirche - und so grüßen wir ihn nur kurz, um dann tiefer in Kunst, Geschichte und Kunstgeschichte des Doms Maria Himmelfahrt einzutauchen. Von hier aus geht es dann weiter über den Dominikanerplatz zur Dominikanerkirche mit dem Kreuzgang und den sehenswerten gotischen Malereien. Dann lenken wir die Schritte an der Freien Universität vorbei und bald links ab über die berühmte Talferbrücke, die uns ihre Geschichte erzählt. Vielmehr, die Talfer selbst ist es, die darunter hindurchrauscht, die plätschernd und gurgelnd von ihrem Weg berichtet. Drüber hinweg rauschen dann die Autos, Motorräder, Menschenmengen. Alles bewegt sich Richtung Siegesdenkmal, in dessen Souterrain die Geschichte des letzten Jahrhunderts dargestellt ist und sich dann so einiges erklärt, das man heute schon erlebt hat. Von Märkten, Shopping und „Aperitivi“

Sollte man das Glück haben, in dieser Gegend an einem Samstag unterwegs zu sein, so wird der Bozner ‚Somstigmorkt’ viel Zeit für sich in Anspruch nehmen. Die Ramschstände mit flüchtigen Blicken gestreift geht’s gradewegs zu jenen, wo die Bauern in blauer Schürze und italienische Obst- und Gemüsehändler mit erdbraunen Fingern mit italienischen Mammas und Primadonnas über Preis und Frische der Produkte diskutieren. Für ihre Söhne kommt nur das Beste auf den Tisch. Daneben: Käse, frisch oder lange gereift und wieder und wieder gewendet, duftendes Brot vom Bozner Bäcker, frischer Fisch. Schuhe, Haushaltsartikel, Blumen, Obst und Gemüse, das sich schwindelerregend hoch türmt. Die letzten drei genannten gibt es am berühmten Bozner Obstmarkt übrigens tagtäglich, an Wochentagen. Neben Nüssen, Gewürzen und Wurst- und Käsewaren findet man hier jedoch noch etwas anderes, das man an einem Bummel-Vormittag in Bozen keinesfalls missen möchte: die Aperitivo-Bars. Davon gibt es zwischen ‚banco 11‘ und den ‚Fischbänken‘ so einige. Am besten dort einkehren, wo viele Bozner sich elegant an Stehtische oder Tresen lehnen und hitzig das diskutieren, was am Morgen in den Zeitungen gelesen wurde. Wer authentisch italienisch essen möchte, sei es was den Inhalt der Teller als auch das Umfeld anbelangt, der zwängt sich in die ‚Osteria die carrettai', wo man sich mit der Bezahlung voll auf die Ehrlichkeit der Gäste verlässt.

Lesen Sie hier den zweiten Teil unserer Bozen-Tipps!

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