Sonne fühlen, Fahrtwind spüren. Farben, Düfte, Landschaften, die vorüberfliegen. Mal kräftig in die Pedale steigen, dann wieder aufmerksam dahinrollen, weil es zu beiden Seiten des
Vinschger Radwegs so viel zu entdecken gibt. Ein ganzes Tal per Rad erleben? Geht! Mit der Vinschger Bahn geht es vom Bahnhof Töll erstmal mit dem Zug bis zum letzten Dorf, also bis nach Mals. Von den Zugfenstern aus lässt sich bereits so mancher Blick auf den Etschtalradweg erhaschen, der dann wieder zurück zum Ausgangspunktführen wird.
Treten, treten – Der Vinschger Flow
Ganze 55 Kilometer verläuft der Vinschger Radweg entweder schnurstracks geradeaus, dann wieder in lustigen, kleinen Kurven quer durch die Vinschger Landschaftsbilder, an charismatischen Dörfern vorüber, feldein, feldaus aber niemals steil, sondern immer schön ebenmäßig dahin.
Vorhang auf – für das Vinschger Naturschauspiel
Im ersten Teil des Radwegs säumen wilde Auen den Weg. Die Sonne muss sich sichtlich bemühen, um durch das dichte Blätterwerk und die wirren Stämme zu brechen. Vögel flattern aus dem Unterholz auf, die Pflanzenvielfalt gibt hier ihr Bestes. Am
Prader Fischerteich zwingt das Blau des Wassers zu einem kurzen Foto-Stop, dann – ein plötzlicher Landschaftswechsel. Ziegen grasen auf einer kargen Wiese, in der Ferne prangen strahleweiß die schneebedeckten Berge. Nächster Akt: Plötzlich saust das Rad durch nicht enden wollende Apfelgärten, an dem ein und anderen Dörfchen vorüber. Immer wieder weisen Schilder auf Radcafés und nette Bistros hin, Radfahrer heben ihre Waden in die Sonne, schlürfen an ihren Eiscafés, beißen in ihre Wurstsemmeln. Am liebsten würde man überall einkehren; die Vinschger wissen, wie man Gemütlichkeit inszeniert. Noch ein Teich, wieder Wald, ein bisschen Schotterweg. Langeweile kommt niemals auf. Alles scheint heute mit dem Rad unterwegs zu sein, trotzdem – hier haben sie alle Platz, die rufenden Kinder, die Genusstreter, die Sportflitzer, die Trikotträger, die
E-Bike-Cruiser.
Zurück zum Rück-Zug
Die letzte Etappe führt an den Schienen entlang. Die Müdigkeit lässt einen Ausschau nach dem Ausgangsbahnhof halten. Die Räder surren ihre letzten Meter. Ausgeklickt. Empfehlenswert!
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